Siegsdorf

Siegsdorf ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein und liegt direkt an der A 8 von München nach Salzburg.

Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Höhe: 615 m ü. NN
Fläche: 55,2 km²
Einwohner: 8091 (31. Dez. 2011)
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83313
Vorwahl: 08662
Kfz-Kennzeichen: TS

Geografische Lage
Siegsdorf (im Dialekt: "Siagsdorf") ist Sitz einer politischen Gemeinde und einer römisch-katholischen Pfarrei (frühere Wallfahrt zum geneigten Haupt). Nächste größere Stadt ist Salzburg, ca. 25 km östlich entfernt. Nahe Siegsdorf vereinigen sich der 'Rote' und der 'Weiße' Arm zur Traun, welche weiter über Traunstein und Altenmarkt fließt und in die Alz mündet. Richtung Süden befinden sich die Ausläufer der Voralpen – hier des Hochfelln. Den höchsten Punkt der Gemeinde bildet der Zinnkopf mit 1227 m.

Klima
Das auch hier vorherrschende typische Klima der nördlichen Voralpen zeichnet sich durch Föhn vor allem im Herbst aus, welcher immer noch ein paar Tage länger Sonnenschein und höhere Temperaturen erwarten lässt. Im Winter, teils auch im Sommer kann es durch den Alpen-Rückstau zu mehr Niederschlägen (im Winter Schnee) kommen. Durchschnittlich um die 200 Sonnenstunden in den Sommermonaten.

Geschichte
Siegsdorf wird um 1120 erstmals schriftlich genannt. Im Mittelalter spielte Eisenerzbergbau, insbesondere in den heutigen Ortsteilen Eisenärzt und Hammer, eine wichtige Rolle. Durch das Gemeindegebiet verlief ein Salzsäumerweg von Reichenhall nach Traunstein, der erst um 1590 zur Salzstraße ausgebaut wurde. Seit 1618 führte die Soleleitung von Reichenhall nach Traunstein und ab 1809 nach Rosenheim entlang der Roten Traun über Hammer (Brunnhaus) und Siegsdorf (Brunnhaus). Die spätgotische Pfarrkirche "Maria Empfängnis" wurde 1779 barockisiert und mit einem großflächigen Deckengemälde des Trostberger Malers Franz Soll versehen. 1896 wird Siegsdorf an die Eisenbahn angeschlossen, 1936 reicht der erste Bauabschnitt der Autobahn von München bis Siegsdorf. Die Gemeinde Siegsdorf ist in ihrem heutigen Umfang aus mehreren Gemeinden entstanden. Bereits 1934 wurden Ober- und Untersiegsdorf vereint. 1972 schlossen sich die bis dahin selbständigen Gemeinden Eisenärzt, Vogling sowie der südliche Teil von Hochberg an Siegsdorf an. 1978 fand die Gemeindegebietsreform ihren Abschluss durch den freiwilligen Anschluss der Gemeinde Hammer und des südlichen Teils der Gemeinde Haslach (Traundorf).

Siegsdorfer Mammut
Am 11. Oktober 1975 entdeckte und barg der damals 16-jährige Schüler Bernard Raymond v. Bredow in einem Bachbett bei Siegsdorf (im Ortsteil Höpfling) eines der größten Mammutskelette der Welt. In die Schlagzeilen geriet Siegsdorf 1985, als Bredow seinen Mammutfund mit dem Filmemacher Ulli Weißbach veröffentlichte. Der Fund war Anlass, 1991 das Mammutheum in Siegsdorf und 1995 das südostbayerische Naturkunde- und Mammut-Museum zu errichten.

Quelle: Wikipedia.de